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Intensiver Austausch über Zukunftsfragen

Die Stufen 9 und Q1 begingen die Religiöse Schulwoche - ohne ihre Lehrer.

Religiöse Schulwoche – das klingt in den Ohren Einiger zunächst etwas verstaubt und trocken. Andere standen der Idee skeptisch gegenüber, weil sie sich vor Veranstaltungsbeginn nicht so recht vorstellen konnten, was sich hinter dieser besonderen Schulwoche verbirgt.

Montag ging es dann los mit der Religiösen Schulwoche für die Jahrgangstufen 9 und Q1. Für jeweils zwei Unterrichtsstunden gab es eine Unterbrechung des Schulalltags unter dem Motto „Wie sieht deine Zukunft aus?“ Von dem Standpunkt ausgehend, dass „Religion das ist, was die Menschen unmittelbar angeht“, gab es keine festgelegten Ziele oder Vorgaben. Das Team der religiösen Schulwoche sieht es als seine Aufgabe an, zuzuhören und zu begleiten. Wichtig für das Konzept der Schulwoche war auch der Rahmen, in dem sie stattfand: Im Vorfeld konnten Schülerinnen und Schüler selbst auswählen, in welchen Kleingruppen sie die Doppelstunde verbringen möchten, sodass vor allem gute Freunde die religiöse Schulwoche gemeinsam begingen. Und noch ein Aspekt widersprach dem vermeintlich angestaubten Image der Veranstaltung: Die jungen 14 Teamleiter der evangelischen und katholischen Kirche gingen spontan die Themen an, die die Kleingruppen selbst bestimmt haben.

Entsprechend thematisch breit gefächert ging es in der Woche vom 25. bis 29. Oktober um Liebe, Freundschaft, Beziehungen und die LGTBQ –Bewegung. Die eigene Zukunft und wie man sich darauf einlassen kann, das Schulsystem vor Ort und im Allgemeinen, Drogen und der Umgang damit, aber auch aktuelle politische Themen oder die Sorge um die psychische und mentale Gesundheit standen je nach Gruppe im Fokus der jeweiligen Doppelstunde. Ohne ein vorgefertigtes Konzept und ohne (schulischen) Druck entstand so der Raum für einen Austausch, der von kompetenten Gesprächspartnern umrahmt wurde. Dadurch, dass Menschen von außerhalb diese Sitzungen begleiteten, waren die Sitzungen ungezwungen, Lehrpersonal wurde bewusst nicht eingesetzt. Das Miteinander in den Gruppen und die Intensität der Gespräche empfanden viele Schülerinnen und Schüler als sehr wertvoll. So konnte die Religiöse Schulwoche 2021 am Städtischen Gymnasium, auch dank der organisatorischen Vorarbeit durch Religionslehrerin Heike Bovelet, eine gelungene Veranstaltung werden.