Erasmus+ am SGO – Europa erleben, gemeinsam lernen!

Das Erasmus+ Programm der EU eröffnet unseren Lernenden sowie den Lehrkräften spannende Möglichkeiten: internationale Begegnungen, gemeinsames Lernen über Ländergrenzen hinweg und ein tieferes Verständnis für Demokratie, Sprache, Nachhaltigkeit und Kulturen.

Ob Austauschaufenthalte, Workshops oder digitale Partnerschaften - Erasmus+ macht Europa für uns alle erlebbar.


"Farben, Düfte und mehr aus unserer Umwelt" so lautet unser „Kleines Partnerschaftsprojekt“.

Erasmus macht es möglich: Europa wächst zusammen. 

Nachdem Frau Paul-Meier auf einer Fortbildung in Dublin den ersten Kontakt zu einer italienischen Schule hergestellt hatte, wurde dieser über verschiedene Videokonferenzen vertieft. Gemeinsam beschlossen wir am SGO und die Kolleg/innen in Thiene (Norditalien), uns für eine „kleine Partnerschaft“ zu bewerben. Dabei arbeiten verschiedene Schulen und Bildungseinrichtungen gemeinsam an einem Projekt. Die Idee „Farben, Düfte und mehr aus unserer Umwelt” war schnell gefunden, und auch ein weiterer Partner aus Spanien zeigte Interesse. 

Im Rahmen unseres Projekts, das wir im Frühjahr 2025 begonnen haben, soll den Schülerinnen und Schülern handlungsorientiert ein nachhaltiges Umweltbewusstsein vermittelt werden.

Das Projekt gliedert sich in fünf Aktivitäten:

  1. Kick-off: Vorstellung und Vorbereitung

  2. Aktivitäten im Frühjahr

  3. Ernten und Verarbeitung regionaler Produkte





4. Produkte im Herbst

 

Die Anleitung für die Wachstücher hier zum downlaod. 

5. Abschlusspräsentation

Unser erstes „Erasmus+“ Projekt ist mit großem Erfolg zu Ende gegangen! Sowohl für unsere Schüler als auch für die beteiligten Kolleginnen und Kollegen war das Projekt eine bereichernde Erfahrung. So konnten wir wertvolle Freundschaften knüpfen und Reisen unternehmen, die wir sonst nie gemacht hätten. Besondere Highlights waren unsere Besuche auf dem Hof Belke sowie unsere Exkursion nach Italien. In einer Online-Konferenz haben wir zudem unsere spanischen Partner kennengelernt und konnten mit ihnen hier unsere Projektergebnisse teilen. Als Abschluss präsentierten wir, wie auf dem Foto zu sehen, unsere Ergebnisse in Form eines kleinen Rezeptbüchleins, das wir an unsere Partner verschickt haben, die sich hoffentlich ebenso darüber freuen wie wir. Und das Beste: Das Projekt war nur der Anfang! Denn unser neues Mobilitätsprojekt steht schon in den Startlöchern: Wir erforschen nun Flüsse, Meere, Seen und Täler im europäischen Kontext. Die Reise zu unseren italienischen Freunden wird im Mai stattfinden und vielleicht werden wir im kommenden Jahr unserer spanischen Freunde sogar „analog“ kennenlernen. 
Wir halten euch hier auf der Homepage auf dem Laufenden!


Auf geht's nach Thiene!

Anfang Mai besuchen wir unsere befreundete Schule in Thiene, um gemeinsam das Projekt „Flüsse, Meer und Seen im europäischen Kontext” durchzuführen.
Die Koffer sind fast gepackt. Neben Gastgeschenken, Gummistiefeln, Ferngläsern und guter Laune bringen wir auch ein bisschen Nervosität und die Ergebnisse der letzten Gewässeruntersuchung mit.
So haben wir am vergangenen Samstag die Günse mit verschiedenen biologischen Untersuchungsmethoden untersucht und konnten schließlich glücklich feststellen, dass die Wasserqualität hier „gut” ist.
Wir sind schon gespannt, wie es im Quellgebiet Risorgive di Bressanvido aussieht, das sich in der Nähe von Thiene befindet.


Unsere Woche in Thiene

Tagebucheintrag 04.Mai 26

Ankommen und Kennenlernen

Nach einer 13-stündigen Nachtfahrt kamen wir am Montag schließlich an unserer Partnerschule in Thiene an. Dort wurden wir herzlich von den italienischen Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften begrüßt.

Zum Start des Austauschs fand ein gemeinsames internationales Frühstück statt, bei dem wir erste Eindrücke sammeln und miteinander ins Gespräch kommen konnten. Anschließend organisierte eine italienische Schülergruppe verschiedene Kennenlernspiele. Durch diese Aktionen lernten wir nicht nur die Namen der Teilnehmenden sondern haben sogar erste Sätze auf Italienisch gelernt. 

Nach dem Mittagessen wurden wir von einer Gruppe italienischer Schülerinnen und Schüler begleitet, die im Bereich Tourismus ausgebildet werden. Sie führten uns durch die Stadt Thiene und zeigten uns interessante Orte sowie einige Besonderheiten ihrer Heimatstadt. Dabei konnten wir nicht nur mehr über die Geschichte und Kultur der Stadt erfahren, sondern auch unsere italienischen Gastgeber besser kennenlernen.

Um 17 Uhr war es schließlich Zeit, zu den Gastfamilien aufzubrechen. Müde von der langen Anreise, aber gleichzeitig neugierig und voller neuer Eindrücke wurden wir dort herzlich aufgenommen. Damit ging ein spannender erster Tag in Italien zu Ende.

 

Tagebucheintrag 05.Mai 26

Gewässeruntersuchung und Besuch bei der Wasserabfüllfirma NORDA

Am Dienstag stand für uns ein abwechslungsreicher Tag rund um das Thema Wasser auf dem Programm. Am Vormittag führten wir gemeinsam mit den italienischen Schülerinnen und Schülern eine Gewässeruntersuchung am Torrente Leogra durch.

Nach einem kurzen Einblick in den Unterricht der italienischen Schülerinnen und Schüler machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Bach. Dort angekommen suchten wir zunächst nach einem geeigneten Untersuchungsort. Nachdem dieser gefunden worden war, teilten wir uns in verschiedene Gruppen auf, um unterschiedliche Kriterien der Wassergüte zu untersuchen.

Trotz des strömenden Regens analysierten wir den Bach sowohl biologisch als auch chemisch und physikalisch. Dabei untersuchten wir unter anderem die Fließgeschwindigkeit, die Sauerstoffkonzentration sowie die Anzahl der Zeigerarten. Durch die gemeinsame Arbeit mit den italienischen Schülerinnen und Schülern konnten wir uns austauschen und voneinander lernen. Nach Abschluss der Untersuchungen machten wir uns schließlich auf den Rückweg zum Bus.

Am Nachmittag fuhren wir zum Wasserabfüllunternehmen NORDA. Nach einer kurzen Einweisung wurden wir direkt durch die Produktionshalle geführt. Dort erfuhren wir viel über die Herstellung von Wasserflaschen. Was wir zuvor für kleine Plastik-Reagenzgläser gehalten hatten, waren tatsächlich sogenannte Rohlinge aus etwa 10 Gramm Kunststoff, aus denen später Wasserflaschen hergestellt werden.

Neben den Plastikflaschen konnten wir auch sehen, wie Glasflaschen gereinigt, befüllt und für den erneuten Verkauf vorbereitet werden. Je mehr wir über die Herstellung von Wasserflaschen und die Nutzung von Wasser erfuhren, desto deutlicher wurde uns, wie viele Arbeitsschritte hinter einem so alltäglichen Produkt stecken. Auch wenn viele Aufgaben von Maschinen übernommen werden, spielen die Mitarbeitenden weiterhin eine wichtige Rolle. So wird beispielsweise das Wasser auf seinem Weg von den Quellen zu den großen Wasserspeichern regelmäßig kontrolliert und auf seine Qualität geprüft.

Der Tag hat uns gezeigt, wie aufwendig der Weg einer einfachen Wasserflasche ist und wie wichtig die verschiedenen Maßnahmen sind, um die Trinkwasserversorgung der Region sicherzustellen.

 

Tagebucheintrag 06.Mai 26

Tagesausflug nach Comacchio zum Po-Delta

Am Mittwochmorgen brach der Projektkurs bereits um 6:30 Uhr gemeinsam mit der Klasse der italienischen Partnerschule zu einer Exkursion nach Comacchio und ins Po-Delta auf.

Dort angekommen begann der Ausflug mit einer geführten Bootstour durch die Kanäle des Po-Deltas zu einer historischen Fischfanganlage, die vor über 400 Jahren erbaut wurde. Während der Fahrt informierte ein Reiseführer die Gruppe über die Geschichte der Region. So erfuhren wir unter anderem, dass Flamingos erst seit den 1990er Jahren regelmäßig im Delta zu beobachten sind. Außerdem lernten wir mehr über die Geschichte der Fischerei und die künstlichen Veränderungen der Landschaft, die vorgenommen wurden, um Landwirtschaft zu ermöglichen und Krankheiten wie Malaria einzudämmen.

An der Fischfanganlage angekommen, erhielten wir eine Führung durch die historische Anlage und bekamen einen Einblick in die traditionelle Fischerei der Region. Abschließend erfuhren wir noch mehr über die Geschichte der antiken Etruskerstadt Spina, die einst ein bedeutender Handelsort war und bis heute von zahlreichen Legenden umgeben ist.

Nach diesem informativen Vormittag kehrte die Gruppe mit dem Boot nach Comacchio zurück. Dort hatten wir zunächst Zeit, die Stadt auf eigene Faust zu erkunden, bevor wir gemeinsam das Museum Delta Antico besuchten, das sich in einem ehemaligen Krankenhaus befindet.

Im Museum lernten wir anhand archäologischer Funde viel über das Leben der Menschen in der Antike. Besonders beeindruckend waren die Überreste eines Schiffswracks sowie zahlreiche Gegenstände wie Schuhe, Amphoren und andere Waren, die auf dem Schiff transportiert worden waren. Außerdem erfuhren wir mehr über die Bedeutung der Kanäle für den Handel zur Zeit der Römer und über die Veränderungen des Wasserspiegels in der Region rund um Comacchio im Laufe der Jahrhunderte.

Der Tag bot viele interessante Einblicke in die Natur, Geschichte und Entwicklung des Po-Deltas und zeigte, wie eng das Leben der Menschen dort seit Jahrhunderten mit dem Wasser verbunden ist.

 

Tagebucheintrag – 7. Mai 26

Besuch in Venedig

Am 7. Mai haben wir gemeinsam mit den italienischen Schülerinnen und Schülern einen Ausflug nach Venedig gemacht. Da wir bereits morgens losgefahren sind, hatten wir viel Zeit, die Stadt zu erkunden. Außerdem hatten wir großes Glück mit dem Wetter: Die Sonne schien den ganzen Tag und die Temperaturen waren angenehm warm.

Zu Beginn bekamen wir von den italienischen Schülerinnen und Schülern eine interessante Stadtführung. Dabei kamen wir an vielen bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei, darunter die berühmte San-Marco-Kirche. Anschließend hatten wir Zeit zur freien Verfügung. Wir nutzten die Gelegenheit, um durch die Gassen der Stadt zu schlendern, Pizza und Gelato zu essen und Venedig auf eigene Faust weiter zu erkunden.

Neben den kulturellen Eindrücken stand an diesem Tag auch die Beobachtung des menschlichen Einflusses auf die Lagune von Venedig im Mittelpunkt. Gemeinsam führten wir eine Müllbeobachtung durch und achteten darauf, wie sich der Tourismus auf die Umwelt auswirkt. Dabei waren wir überrascht, wie sauber die Stadt trotz der vielen Besucherinnen und Besucher wirkte. Der Mülleintrag hielt sich deutlich in Grenzen. Mögliche Gründe dafür könnten sein, dass die Hauptsaison noch nicht begonnen hatte und deshalb weniger Touristen unterwegs waren. Außerdem könnte die Einführung des Eintrittsbeitrags von 5 Euro für Tagesgäste dazu beitragen, dass die Abfallentsorgung und die Sauberkeit in der Stadt besser organisiert werden.

Natürlich durften bei einem Besuch in Venedig auch die berühmten Brücken nicht fehlen. Deshalb besichtigten wir noch die Seufzerbrücke und die Rialtobrücke, die zu den bekanntesten Wahrzeichen der Stadt gehören.

Nach einem spannenden, abwechslungsreichen und lehrreichen Tag voller kultureller und ökologischer Eindrücke traf sich die Gruppe wieder und wir machten uns auf den Rückweg zum Bus. Der Ausflug wird uns sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Tagebucheintrag – 8. Mai 26

Präsentation der Ergebnisse 

Am letzten Projekttag kamen die deutschen und italienischen Schülerinnen und Schüler noch einmal zusammen, um die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit auszuwerten und zu präsentieren.

Dafür wurden die Gruppen bewusst gemischt, sodass Schülerinnen und Schüler beider Länder gemeinsam an Präsentationen arbeiteten. Im Mittelpunkt standen die Untersuchungen, die wir am Dienstag bei der Gewässeranalyse durchgeführt hatten. Die Gruppen beschäftigten sich dabei mit den Themen chemische Gewässeranalyse, Strukturgüte und Saprobienindex. Gemeinsam werteten sie die Ergebnisse aus, erstellten Präsentationen und bereiteten ihre Vorträge vor.

Anschließend stellten die internationalen Gruppen ihre Ergebnisse im Plenum vor. Dabei wurde deutlich, wie vielfältig die Untersuchungen waren und welche Erkenntnisse wir über die Gewässerqualität gewinnen konnten. Gleichzeitig zeigte die gemeinsame Präsentationsarbeit, wie gut die Zusammenarbeit zwischen den deutschen und italienischen Schülerinnen und Schülern im Laufe der Woche funktioniert hatte.

Ein weiterer Programmpunkt des Tages war die Feier des Europatags. Gemeinsam mit der gesamten Schule nahmen wir an einer Veranstaltung teil, bei der die Schulband auftrat und für eine besondere Atmosphäre sorgte. Zusammen wurde die Bedeutung Europas und der internationale Austausch zwischen jungen Menschen gefeiert.

Mit den gemeinsamen Präsentationen und der Feier des Europatags ging eine ereignisreiche und spannende Woche zu Ende. Neben vielen neuen Erkenntnissen über Gewässer und Wasserwirtschaft konnten wir zahlreiche neue Kontakte knüpfen, andere Kulturen kennenlernen und viele schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen.



Schüler

Du gewinnst Selbstvertrauen und lernst, dich sicher in neuen Situationen zu bewegen.
Deine Medienkompetenz wird gestärkt – ein wichtiger Schlüssel für die Zukunft.
In gemeinsamen Projekten erlebst du europäische Werte und demokratische Prozesse hautnah.
Zudem lernst du Nachhaltigkeit, Ressourcennutzung und die Wertschätzung unserer Umwelt in verschiedenen Situationen kennen und  kannst sie in spannenden Projekten gestalten.
Ganz nebenbei verbesserst du deine Fremdsprachenkenntnisse – viel intensiver, als es allein im Unterricht möglich wäre.


Lehrer

Auch unsere Lehrerinnen und Lehrer profitieren:
Job-Shadowing und Unterricht an Partnerschulen bieten spannende Einblicke in neue Unterrichtsmethoden.
Fortbildungen in Europa behandeln Themen wie Inklusion, Digitalisierung und moderne Didaktik.
Durch den Austausch entstehen stabile Netzwerke, die langfristig neue Projekte ermöglichen.


EFFORT-A

Mit EFFORT-A, unserm Partner im Regierungsbezirk Arnsberg, sind wir Teil eines großen, akkreditierten Mobilitätskonsortiums. Es ermöglicht rund 450 Teilnehmenden aus der Region Fortbildungen und Hospitationen in ganz Europa.
Die Bezirksregierung unterstützt uns dabei, internationale Schulentwicklung voranzutreiben – bis hin zur Auszeichnung „Internationale Schulentwicklung“, die wir dieses Jahr stolz erhalten haben.
Schon heute haben mehrere Kolleginnen und Kollegen durch Erasmus+ wertvolle Erfahrungen im europäischen Ausland gesammelt. Dieses Wissen fließt in unseren Unterricht ein und bereichert so unsere gesamte Schulgemeinschaft.“

Schulmanager-APP

Mit unserer Schulmanager-App habt ihr, eure Eltern und alle Lehrer jederzeit alle wichtigen Termine und Informationen mobil zur Hand.

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Terminkalender

Unser Terminkalender kann auf unserer Website ganz leicht eingesehen werden und informiert über alle wichtigen Termine, Events und weitere schulische Veranstaltungen.

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